Uwe Rodloff - Ein Hallo aus der Modellbauecke!

Ein Hallo aus der Modellbauecke,
mein Name ist Uwe Rodloff, ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder.

Als kleiner Junge haben mich große LKW bereits in ihren Bann gezogen,
wo es die Möglichkeit gab, habe ich sie mir bis auf das kleinste Detail angeschaut. Natürlich auch dann, wenn die hiesigen Schausteller bei uns in Salzgitter Bad zum Schützenfest aufgefahren sind. So kam es dann, dass ich irgendwann den Entschluss gefasst habe, einen ferngesteuerten LKW zu bauen, eine teure Angelegenheit, die ich mir auch erst nach dem Eintritt ins Berufsleben leisten konnte.

Mein Sohnemann Christopher konnte ich natürlich auch für dieses Hobby begeistern, schon im zarten Alter von knapp 3 Jahren hielt er die erste Fernsteuerung in der Hand und lenkte seinen LKW, im Alter von 5 Jahren nahm er bereits an einem Geschicklichkeitsfahren zwischen meinem Modellbauclub und eines befreundeten aus Braunschweig teil.

Nun mit der Zeit war das fahren immer im „Kreis“ nicht mehr so interessant. Ich überlegte mir, ein Funktionsmodell zuzulegen. Es sollte ein Bagger, Radlader etc. werden. Nur gab es davon schon zuhauf auf Ausstellungen, aber auch in meinem Club, also musste etwas anderes her:  „Die Krake“!

Diese Idee kam mir bei einem Besuch auf dem Goslarer Schützen und Volksfest im Jahre 2000. Es war neben einem Allround mein Lieblingsfahrgeschäft. Also habe ich mich dann am nächsten Morgen zum Platz aufgemacht und habe mir
das Monster mal ganz genau angeschaut. Glücklicherweise lief mir da auch Christian Uhse über den Weg. Ich habe ihn angesprochen, ob ich nicht mal auf das Podium darf, um mir den Mittelbau mal aus der Nähe anzusehen, auf die Nachfrage warum, klärte ich ihn auf.

Man kann sich bestimmt seinen ersten Gesichtsausdruck vorstellen, aber er ließ mich gewähren. Am nächsten Tag bin ich dann wieder hin, hatte meinen LKW im Gepäck und habe ihm dann mein Vorhaben nochmals erörtert. Man hat mir dann auch erlaubt Bilder zu machen, sowie einige Grundmaße zu nehmen, wenn ich nicht im Wege bin. Im Anschluss habe ich dann über den Herbst/Winter übers Internet und diversen netten Modellbaukollegen Infos, Daten und Fakten zusammen getragen. Im Sommer 2001 konnte ich dann schon die ersten gefrästen Teile mit zum Platz nehmen, sowie die schon erstellten Zeichnungen. Man war sichtlich beeindruckt!

Ich habe dann fast eine Woche dem Aufbau beigewohnt, jede Möglichkeit genutzt, um Teile zu fotografieren und Maße zu nehmen. Man kann sich die Gesichter vorstellen, da sitzt einer den ganzen Tag und schaut zu, was die da treiben. Im dritten Jahr wurde ich dann bereits freundlich auf dem Platz begrüßt!

Nachdem ich nun die ersten Teile vorgeführt hatte, merkte man bei der Familie Uhse, dass es nicht nur hohles Geschwätz war, sondern das mir das Projekt wirklich am Herzen lag. Somit war mir die Unterstützung Ihrerseits gewiss. Christian Uhse gab mir seine Telefonnummer mit der Möglichkeit, dass ich für Daten und Fakten ihn nun kontaktieren konnte, dadurch hat sich natürlich der Baufortschritt des Grundmodells stark beschleunigt.

Im Jahr 2006 war es dann soweit, das erste Mal, dass ich das Modell auf dem Original in Goslar aufbauen konnte. Man glaubt es kaum, wie viele Schausteller auf einmal sich an der Krake eingefunden haben, es ging wie ein Lauffeuer über den Platz. Nun wussten auch die letzten, das ich nicht ein Freak bin, der nichts anderes zu tun hat, sondern dass es einen guten Grund hatte, dass ich die letzten fünf Jahre der Krake nicht von der Seite gewichen bin.

Mittlerweile läuft das Modell recht stabil, eine kleine Änderung hat es im Bereich des Hub gegeben, es wurde dort wie beim Original auch eine Hydraulik verbaut. Nun wird der obere Drehkranz per Stempel nach oben gedrückt. Im Moment sind 10000 LED verbaut, davon ca. 8000 im Betrieb, der Rest muss noch verkabelt werden. Der Hub läuft also über Hydraulik, 1 Motor für den Hauptantrieb, 2 Motoren für den Exenter und jeweils 1 Motor in jedem Gondelkreuz. Somit ist eine realistische Fahrweise möglich.

Die Rückwand ist mit den Originaldaten der Fa. Mink über eine UV-beständige Folie versehen. Der Kopf wurde von einem Airbrusher aus Freiburg modelliert, ich hätte damit das gesamte Modell verschandelt, auch die Lackierung der Tonne wurde durch Paco del Mare erstellt. Ein Dank geht hierbei noch an die Modellbaukollegen Bastian L., der für die Lichtsteuerungen verantwortlich ist, sowie Mathias P. für die Unterstützung im Bereich Hydraulik.

Bis auf die restlich zu verkabelnden LED fehlen noch die Sitze der Gondeln, Haltebügel sowie die Sterne über der Rückwand und das versehen der Lichtkästen mit den entsprechenden Scheinwerfer.

Um meinem eigentlich Hobby gerecht zu werden, musste natürlich alles wie beim Original zerlegbar sein, um das Modell vorbildgerecht auch transportieren zu können.

Hier mal nur als Beispiel der Mittelbau, das erste Mal unterwegs unter freien Himmel zum Aufbau in Bad Arolsen 2009. Es war eine kleine Überraschung für Christian Uhse, der nicht wusste, dass ich die Protzen schon im Bau hatte. Er hat sogar den Aufbau unterbrochen und ist von seinem Kran gestiegen, trotz Zeitnot, eine super Geste, hat mich sehr gefreut.

Parallel zur Krake baue ich noch an einem Allround, Vorbild hierbei der Allround
von Familie Franke aus Braunschweig, sie betrieben ihn von 1968-1978. Dort habe ich als Kind mein ganzes Taschengeld gelassen! Das nebenstehende Bild zeigt meinen Besuch bei Familie Franke im Oktober 2009.

Gruß
Uwe Rodloff 

Nähere Infos über mich und meine Projekte findet Ihr:

www.die-modellkrake.de

Uwe Rodloff

Nähere Infos über mich und meine Projekte findet Ihr:

http://www.die-modellkrake.de/